Mittwoch, 14. Februar 2018

ENTRELAC meets LOG CABIN: weiß-rosa Decke

Eigentlich wollte ich als nächstes ein Schultertuch aus bunter Sockenwolle machen.
Beim Stöbern in meinem Vorrat hab ich dann aber ein kleines Quadrat gefunden, das ich vor längerer Zeit schon mal gehäkelt hätte, um daraus eine Decke zu machen. Und zwar wollte ich den bunten Farbverlauf nicht wie sonst üblich in horizontalen Reihen haben, sondern in vertikalen. Irgendwie hat mir damals der Plan gefehlt, aber nachdem ich in der Zwischenzeit das Entrelac-Häkeln in der Runde bei diesem Polster ausprobiert habe, war auf einmal alles klar und das ist jetzt dabei herausgekommen:


Zufällig habe ich auch gerade einige Knäuel weißer Wolle in (fast) derselben Stärke wie die dünne Sockenwolle bei der Eröffnung eines neuen Billig-Ramschladens gekauft. 69 Cent für den Knäuel, und sie ist sogar recht weich, es lässt sich sehr gut damit häkeln und das Gehäkelte fühlt sich gut an.
Melierte (Socken)Wolle verwende ich nämlich am liebsten kombiniert mit einer einfarbigen, weil dann die Farben besser zur Geltung kommen als in dem Farbgewusel, das sonst entsteht.





Das 1. bunte Quadrat in der Mitte ist ganz normal im Tunesischen Stich gehäkelt mit 22 Maschen in der Breite und 22 Reihen hoch.
Darauf habe ich dann in Weiß im Entrelac-Stil ein zweites gemacht.
Anstatt jetzt aber wie bei Entrelac in der Runde auf der nächsten Seite des 1. Quadrates weiterzuhäkeln, habe ich in der letzten Reihe die abschließenden Kettmaschen weggelassen und stattdessen so ähnlich wie bei einer Log-Cabin-Decke weitergehäkelt. Also die 22 Luftmaschen für das neue Quadrat (das in dem Fall aber ein Rechteck wird!) gemacht, und nicht 22, sondern 44 Reihen.



Weil die letzte Reihe wegen der fehlenden Kettmaschen nicht richtig abgeschlossen wurde, muss man hier beim Draufhäkeln ganz normal in das vertikale Maschenglied einstechen, aber anstatt den Faden beim ersten Mal nur durch eine Schlaufe zu ziehen, zieht man ihn gleich durch zwei.
Somit wird verhindert, dass dieser Teil zu löchrig ausschaut.
Gelangt man dann nach diesen ersten 22 Reihen zu dem Teil, an dem man wieder seitlich des nächsten Quadrates weiterhäkelt, macht man ganz normal wie beim Entrelac-Häkeln weiter, indem man am Anfang der Rückreihe den Faden nur durch 1 Schlaufe zieht, und dann erst immer durch 2.


Obwohl die Wolle recht dünn war (pro 50g-Knäuel 210m Lauflänge bei der bunten Sockenwolle und 257m bei der weißen), hab ich Häkelnadel Nr. 4 genommen.
Für die 22 Maschen kann man schön die normale Bambus-Häkelnadel verwenden - eine extra Häkelnadel mit Seil ist hier also nicht notwendig.

Die Decke ist wegen der dünnen Wolle also recht leicht geworden und durch das Tunesische Häkeln ganz weich und anschmiegsam.






Die Umrandung habe ich dann mit der 3,5er Häkelnadel gemacht, normal gehäkelt nach dieser Anleitung:



Damit die Büschelmaschen nicht zu dick werden bzw. ich nicht allzu viel Wolle verbrauche (ich hab gut geschätzt, denn nur ein halber Knäuel ist übrig geblieben!), habe ich dabei nur 2x eingestochen, also insgesamt 5 Umschläge auf der Nadel gehabt statt den 9, die ich normalerweise mache, wenn es dick und flauschig werden soll.



Alleine für die Umrandung habe ich 4 Knäuel Sockenwolle gebraucht, insgesamt sind für die Decke 7 Knäuel in Weiß und 9 Knäuel in Bunt draufgegangen.

Mit etwa 150x150 cm passt sie recht gut auf meine Couch - mittlerweile weiß ich schon nicht mehr, wohin mit den vielen Decken und diese ist bereits die dritte, die übereinander dortliegt! 😀 Noch ein paar mehr und ich kann Prinzessin auf der Erbse spielen! *g*





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