Freitag, 4. November 2016

HÖRBUCH / BUCH Marion Zimmer-Bradley - Atlantis- und Avalon-Romane

Zum Einschlafen höre ich immer Hörbücher, und wenn ich was ein paar Jahre nicht mehr gehört/gelesen habe, hör ich es mir gern noch einmal an.

Marion Zimmer-Bradleys Avalon-Saga hab ich heiß geliebt und es sind mittlerweile sicher schon 10 Jahre ins Land gezogen, dass ich die Bücher gelesen habe. Allerhöchste Zeit, sie mir jetzt wieder mal anzuhören! Nachdem ich aber nicht alle als Hörbuch habe, musste ich die fehlenden lesen.

Die Avalon-Romane dürften weitestgehend bekannt sein, aber die Geschichte setzt eigentlich schon viel früher ein, nämlich in Atlantis, wo sich zwei Schwestern in einem Ritual unter den Schutz der Göttin stellen, was zur Folge hat, dass sie in vielen kommenden Inkarnationen immer wieder aufeinandertreffen und der Göttin dienen.
Bei dem Untergang von Atlantis können sich mehrere Schiffe mit Priesterinnen und Priestern retten und sich in England neu ansiedeln, wo schlussendlich Avalon entsteht.


Der erste Band ist "Das Licht von Atlantis":


Eine überwältigende Geschichte vom Schicksal zweier Schwestern, die in der Priesterkaste im Tempel von Atlantis aufwachsen und dort ihren Dienst versehen.

Der vorhersehbare Weg der Schwestern Domaris und Deoris ändert sich jedoch, als der blinde Priester Micon von auswärts in den Tempel kommt und sich Domaris in ihn verliebt.



Im zweiten Buch stranden die Kinder von Domaris und Deoris nach dem Untergang von Atlantis in Britannien und gründen dort einen neuen Tempel:


Die atemberaubende Geschichte der ersten Tage von Avalon und von Tiriki, Priesterin und Prinzessin von Atlantis. Es ist ihre Bestimmung, die erste Hohepriesterin des Nebelreichs zu werden.

An der Küste Britanniens gestrandet, muss sich Tiriki entscheiden, welchen Weg sie und die letzten Überlebenden ihres Volkes einschlagen sollen.

Zerrissen von der Sehnsucht nach dem verschollenen Geliebten und den Pflichten, die sie auf der fremden Insel erwarten, erkennt Tiriki, dass es ihre Aufgabe ist, ein Heiligtum für den alten Glauben an die Große Mutter zu errichten.



Im nächsten Band ist ziemlich viel Zeit vergangen und die Geschichte erzählt von der römischen Eroberung Britanniens und der Kriegerkönigin Boudicca.
Dieses Buch ist eigentlich nicht von Marion Zimmer-Bradley, es wurde erst nach ihrem Tod von ihrer Schwägerin geschrieben (was ich gar nicht bemerkt hätte, wenn ich es nicht gewusst hätte!), es fügt sich aber nahtlos in die anderen Bände ein und handelt unter anderem vom Werdegang junger Priesterinnen und Druiden, die im nächsten Band, dem eigentlich ersten der Avalon-Trilogie, schon alt sind.


Britannien im Jahr 43 n. Chr.: Römische Invasoren nehmen die Insel in Besitz. Die Kelten setzen sich, unterstützt von mächtigen Druiden, verzweifelt zur Wehr. Denn nicht nur das Land, sondern auch der Glauben ist vom Untergang bedroht, als die Römer Priesterinnen und Druiden auf der heiligen Insel Mona abschlachten.

Wird es der jungen Priesterin Lhiannon gelingen, ihre Heimat zu retten und das geheime Wissen ihrer Vorfahren zu bewahren?



Der nächste Band ist der eigentlich 1. Teil der Avalon-Trilogie (den ich wieder als Hörbuch habe).
Die Stimme der Sprecherin mag ich hier gar nicht. Eigentlich nicht die Stimme, die wäre ganz in Ordnung, aber sie hat eine derart eigenartige Betonung, die Sprachmelodie geht am Ende eines jeden Satzes so nach unten, dass es sich anhört, als komme jetzt ein Absatz und ein neues Kapitel. Alles in allem hört sich das Vorgelesene dadurch ziemlich heruntergeleiert an.


Eilan, Tochter eines keltischen Barden und Enkeltochter des größten Druiden, wächst an der Grenze zwischen England und Wales auf und wird in der Schwesternschaft der Priesterinnen zur Seherin ausgebildet. Wie auch den Vestalinnen Roms ist ihr die Liebe zu Männern verboten.

Als der Soldat Gaius, Sohn eines römischen Statthalters und einer Engländerin, schwer verwundet in Eilans Elternhaus gebracht wird, beginnt das Unvermeidliche ...



Der zweite Avalon-Roman ist das Bindeglied zwischen den Romanen "Die Wälder von Albion" und "Die Nebel von Avalon", obwohl er eigentlich der dritte und letzte Teil ist. Er besteht aus drei Episoden, je einer aus dem 1., dem 3. und dem 5. nachchristlichen Jahrhundert.
Auch hier ist wieder dieselbe Sprecherin, und jetzt habe ich mich an ihre komische Sprachmelodie schon ein bisschen gewöhnt.



Der erste Teil ist eine direkte Fortsetzung von Die Wälder von Albion und schildert das weitere Schicksal von Gawen und der Hohenpriesterin Caillean. Unter anderem wird erklärt, wie und warum die Apfelinsel Avalon in den Nebeln aus Raum und Zeit verhüllt wurde, um sie von der äußeren Welt abzutrennen. Hierbei rückt der Konflikt zwischen Christen und Heiden stärker in den Vordergrund und man spürt deutlich die inneren Zwiespalte der einzelnen Figuren.

Der zweite Teil schildert die Versuche der Hohenpriesterin Dierna, mit Hilfe des römischen Flottenadmirals Carausius Britannien vor den einfallenden Horden der Sachsen zu schützen.

Der dritte und letzte Teil handelt von Viviane und weiteren Figuren aus "Die Nebel von Avalon" und ist somit die direkte Vorgeschichte zu diesem Buch.



Den Abschluss bildet das wohl allseits bekannte Buch "Die Nebel von Avalon", das eigentlich als erstes geschrieben wurde.
Hier haben wir zwei Sprecherinnen, die altbekannte der letzten beiden Teile und eine neue, die eine recht gewöhnungsbedürftige, aber durchaus sehr passende, ganz rauchige und kratzige Stimme hat.



Morgaine, die Hohepriesterin des Nebelreichs Avalon und Schwester von Artus, erzählt die wahre Geschichte ihres königlichen Bruders und der Ritter der Tafelrunde.

Zum ersten Mal erzählt eine Frau diese Geschichte, zeigt die Heldengestalten in einem neuen Licht und erinnert daran, dass einst Frauen die Macht in den Händen hielten: Sie lenken im Verborgenen das Geschick ihrer Zeit und setzen den König der Legenden auf den Thron, geben ihm das heilige Schwert Excalibur.



Es gäbe noch ein weiteres Buch, nämlich "Die Priesterin von Avalon", das zeitlich vor "Die Nebel von Avalon" passt, aber das habe ich nicht. Und nach so vielen Avalon-Romanen steht mir der Sinn wieder mal nach einem anderen Genre =)


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